Zwei Fachvorträge zur Meniskuschirurgie: Prof. Dr. Rainer Siebold beim 11th Hellenic Congress of Arthroscopic Surgery
Internationaler Fachaustausch gehört zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Vom 17. bis 20. Juni 2026 findet in Patras, Griechenland, der 11th Hellenic Congress of Arthroscopic Surgery and Sports Injuries statt, ein anerkannter Kongress für arthroskopische Gelenkchirurgie und Sportmedizin, bei den Fachleuten aus ganz Europa Forschungsergebnisse und klinische Erfahrungen diskutieren.
Prof. Dr. Rainer Siebold vom Internationalen Zentrum für Orthopädie an der ATOS Klinik Heidelberg ist als eingeladener Referent vertreten und hält am Donnerstag, 18. Juni 2026, zwei Fachvorträge.
Vortrag 1 – Korbhenkelrisse: Ergebnisse der Reparatur mit und ohne Kreuzbandrekonstruktion
Im Rahmen der Knee Session 2 – Meniscus (13:10–14:30 Uhr) präsentiert Prof. Dr. Siebold Daten zur arthroskopischen Nahtversorgung großer Korbhenkelrisse des Meniskus.
Der Vortrag widmet sich insbesondere der klinisch häufigen Kombination aus Korbhenkelriss und vorderem Kreuzbandriss. Anhand von Studiendaten wird dargestellt, welche Ergebnisse bei isolierter Meniskusversorgung im Vergleich zur kombinierten Versorgung mit Kreuzbandrekonstruktion beobachtet werden – eine Grundlage für die evidenzbasierte Therapieplanung.
Key Lecture 1 – Zonale synoviale Verankerung des Außenmeniskus: Histologische Studie und klinische Konsequenzen
In der Key Lecture 1 (16:50–17:10 Uhr) stellt Prof. Dr. Siebold Ergebnisse einer histologischen Grundlagenstudie zur Verankerung des lateralen Meniskus vor. Untersucht wurde, wie und in welcher Intensität der Außenmeniskus in unterschiedlichen Zonen mit der Gelenkkapsel, der Synovia, verbunden ist. Die Studie liefert anatomische Grundlagendaten, die in die chirurgische Planung und Ausbildung einfließen können.
Weitere Informationen zum Kongress: https://www.eae-net.gr/en/congress2026
Was ist ein Korbhenkelriss des Meniskus?
Der Meniskus ist eine halbmondförmige Knorpelscheibe im Kniegelenk, die als Stoßdämpfer und Stabilisator wirkt. Bei einem Korbhenkelriss löst sich ein längliches Stück des Meniskus ab und klappt in das Gelenk. Das Knie lässt sich dann oft nicht mehr vollständig strecken, und es entstehen starke Schmerzen. Das Gelenk kann sich blockiert anfühlen.
Was passiert bei der Operation?
Der umgeschlagene Meniskusanteil wird arthroskopisch, durch kleine Zugänge ohne großen Schnitt, zurückverlagert und mit speziellen Nähten fixiert. Ziel ist es, möglichst viel Meniskusgewebe zu erhalten, da der Meniskus den Gelenkknorpel langfristig schützt.
Was hat das mit dem Kreuzband zu tun?
Korbhenkelrisse treten häufig gleichzeitig mit einem Kreuzbandriss auf. Der Vortrag von Prof. Dr. Siebold zeigt anhand von Studiendaten, welche Ergebnisse bei isolierter Meniskusversorgung und bei kombinierter Versorgung mit Kreuzband erzielt werden, eine wichtige Entscheidungsgrundlage.
Mehr über Prof. Dr. Siebold erfahren Sie auf seinem Ärzteprofil.





