Patientenstory: “Die verflixte rechte Seite”

Ein Leben ohne Sport kann sich Michael S. nicht vorstellen. Der gebürtige Essener joggt regelmäßig, betreibt Radsport und nimmt gerne an Laufevents (Marathon, Ultraläufen) teil. Dass er ab und zu mal umgeknickt ist, der Fuß schon mal „dick und blau“ wurde, hielt ihn nicht davon ab, das Training ein paar Tage später wieder aufzunehmen. Schließlich schwellte der Fuß von allein wieder ab, der Schmerz verging und eine Belastung war wieder möglich. Betroffen war immer dieselbe Seite:

„Wahrscheinlich deshalb, weil ich mit 13 Jahren einmal vom Skateboard gefallen bin und mir damals einen Bänderriss auf der rechten Seite zugezogen habe“

vermutet der Mittvierziger. Leider blieb es nicht bei dem einen Mal. Ein paar Jahre später knickte Michael S. erneut um – beim Basketballspielen und später bei einem lockeren Fußballmatch mit Kollegen. Es war die verflixte rechte Seite und immer wieder beruhigte sich der Fuß von allein, sodass der Sportler sein Training fortsetzen konnte.


Wussten Sie, dass…

Verstauchungen am Sprunggelenk gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Etwa 70% aller Menschen, die sich den Knöchel einmal verstaucht haben, erleiden einen Rezitativ – das heißt, sie knicken immer wieder um, was zu Folgeschäden führt: nicht nur chronische Instabilität und Bewegungseinschränkungen, sondern auch dauerhafte Schmerzen und Arthrose können auftreten. Die frühzeitige Abklärung durch einen Facharzt ist deshalb immer sinnvoll.  


“Plötzlich knirschte es im Fuß”

Was Michael S. nicht wusste war, dass die Bänder des Fußes bereits unter einer chronischen Instabilität litten und die wiederholten „Umknicktraumata“ auf den Knorpel und Knochen im Sprunggelenk einwirkten. Der Orthopäde spricht in diesem Zusammenhang von einer osteochondralen Läsion, einer ernsthaften Erkrankung am Sprungbein des oberen Sprunggelenkes. In akuten Fällen ist meist die Außenseite des Sprungbeins (lateraler Talus) betroffen, bei chronischer Instabilität meist die Innenseite (medialer Talus).

Michael S. erinnert sich: vor etwa einem Jahr, an einem ganz normalen, ruhigen Sonntagabend kam dann plötzlich und wie aus dem nichts heraus der schmerzhafte Einbruch des Knochens. Er erhob sich aus seiner Couch, machte ein paar Schritte und wurde plötzlich von einem Knirschen im Fuß überrascht. Das tat nicht nur fürchterlich weh, sondern

„Ich hatte das Gefühl, ich wäre um ein paar Zentimeter eingesunken!“

Am nächsten Tag beim Orthopäden dann die Diagnose, „zystische osteochondrale Läsion an der Talusschulter“ sowie „zystische Veränderung am Fibulabereich“. Das zeigten auch die MRT- und Röntgenaufnahmen ganz deutlich. Die medizinische Behandlung sollte schnell folgen, denn jeder Tag unter diesen Schmerzen erschwerte den Alltag erheblich.

Die Bilder zeigen eine zystische osteochondrale Läsion an der medialen Talusschulter. Die Markierung auf dem MRT (links) und in der CT (rechts) verdeutlicht, dass die Gelenkoberfläche eingebrochen und teilweise Knorpel aufgeworfen ist. 

Mit der komplexen Sprunggelenkserkrankung zum Experten

„Mein örtlicher Orthopäde riet mir, diese doch recht komplexe Verletzung so schnell wie möglich von einem erfahrenen Facharzt operativ behandeln zu lassen und er nannte mir zwei Experten auf dem Gebiet, darunter Professor Becher aus dem Internationalen Zentrum für Orthopädie in der ATOS Klinik Heidelberg.“ Die Entscheidung fiel nicht schwer.

Wenige Tage später saß Michael S. in der Sprechstunde von Professor Becher und erfuhr von den neuesten Therapiemöglichkeiten für derartige Sprunggelenkverletzungen. Zunächst würde ein Debridement (also eine Art Wundreinigung) an der Talusschulter durchgeführt und anschließend der Defekt mit eigenem Knochen mit Abdeckung durch eine zelluläre Matrix namens Hyalofast® an die verletzte Stelle aufgetragen.

In diesem Video erklärt Professor Becher, wie so eine arthroskopisch-assistierte Behandlung einer osteochondralen Läsion am Sprungbein (Talus) mit Hyalofast® und Marrow Cellution® in der Praxis umgesetzt wird.

Behandlung des Knorpeldefekts

Der Prozess wird minimal-invasiv, das heißt mit nur kleinen Schnitten endoskopisch assistiert. Das ist sehr spannend, denn die Matrix besteht aus purer Hyaluronsäure und sie unterstützt die Ansiedlung körpereigener Stamm- und Knorpelzellen am geschädigten Knorpel. Sie funktioniert wie eine Art Gerüst, in dem sich die angezüchteten Zellen ansiedeln können, um den Defekt anschließend aufzufüllen – alles ohne Fremdkörpermaterial. Und vor allem, kann der Patient seinen Fuß bald wieder in alle Richtungen bewegen.

Zusätzliche Fixierung der Bänder zur Stabilisierung

Michael S. freute sich, „dass zwischen Unfall und OP-Termin gerade mal 24 Tage vergingen und seine eigenen Selbstheilungskräfte auf diese Weise in Gang gesetzt werden.“ Zur sicheren Stabilisierung der äußeren Bänder setzte Professor Becher auf das Operationsverfahren InternalBrace®. Es bietet eine zusätzliche Fixierung der Bandaugmentation am Knochen. Darunter versteht man eine Art Straffung der Bänder, um vor weiteren Verletzungen zu schützen. So kann der Patient bald wieder seinen gewohnten Aktivitäten im Alltag nachzugehen. Und das kann Michael S. nach gut einem Jahr schon wieder:

„Zunächst waren es nur kurze Spaziergänge. Aber nach 3,5 Monaten konnte ich meine Gehstützen komplett beiseitelegen und heute kann ich problemlos Wanderungen bis zu 50 km machen.“ Natürlich muss der Sportler Geduld mitbringen und sich Schritt für Schritt an sein früheres Level herantasten.

„Ein bisschen fehlt mir noch die Spontanität im Alltag. Mal eben den Ball fangen, den mir mein Kind zuwirft oder noch schnell die Straße überqueren, bevor die Ampel auf Rot springt, das ist leider noch nicht möglich“.

Nachsorge per Videocall

Jetzt passt Michael S. besonders gut auf und er gibt sich die Zeit, die der Heilungsprozess benötigt. „Alle paar Wochen setze ich mich mit Professor Becher zusammen.“ Dank Videosprechstunde kann er so mit ihm die neuesten MRT-Bilder besprechen und alle Fragen abklären.

Michael S. ist auf dem besten Weg, seiner größten Leidenschaft, dem Laufen wie gewohnt nachzugehen und vielleicht bald wieder neue Rekorde aufzustellen.

Laufen ist sein Leben! Michael S. trainiert heute wieder für den nächsten Wettkampf.

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