Rückblick: Sportmedizin-Wochenkurs Engadin 2026
Der Sportmedizin-Wochenkurs vom 8. bis 13. März 2026 im Engadin bot Ärztinnen und Ärzten eine ausgewogene Kombination aus praxisnaher Weiterbildung, wissenschaftlichem Austausch und sportlicher Betätigung. Ziel des Kurses war es, die sportmedizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten langfristig zu stärken. Durch aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Sportverletzungen gezielter zu diagnostizieren, individuell zu therapieren und ihre Patientinnen und Patienten sicher in Alltag, Beruf und Sport zu begleiten.
Intensives Programm mit hoher fachlicher Relevanz
Der Wochenkurs umfasste die Module 5, 6 und 10 und vermittelte über 48 Stunden fundierte Inhalte aus der Sportmedizin und angrenzenden Bereichen. Die Teilnehmenden profitierten von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Theorie und praktischen Einheiten – von evidenzbasierter Diagnostik bis zu anwendungsorientierten Trainings- und Therapiekonzepten.
Fokus: Hüfte und Fuß im sportmedizinischen Kontext
Ein besonderes Highlight war die Mitwirkung von Prof. Dr. med. Thorey und Dr. med. Müller vom Internationalen Zentrum für Orthopädie an der ATOS Klinik Heidelberg. Ihre Vorträge gaben vertiefte Einblicke in diagnostische und operative Ansätze, die in der täglichen Praxis Anwendung finden.
Operative Behandlung von Sportverletzungen an der Hüfte
Prof. Dr. Thorey, ärztlicher Direktor an der ATOS Klinik Heidelberg, stellte moderne Operationsverfahren bei sportbedingten Hüftverletzungen vor, unter anderem:
- Femoroacetabuläres Impingement
- Labrumläsionen
- Knorpelschäden bei Leistungssportlerinnen und -sportlern
Praxisbeispiele und Operationsstrategien zeigten, wie eine individualisierte Behandlung zu einer schnellen und sicheren Rückkehr in Alltag und Sport beitragen kann.
Untersuchungsgang Becken und Hüfte
Der zweite Vortrag von Prof. Dr. Thorey vermittelte eine strukturierte Anleitung zur klinischen Untersuchung von Becken und Hüfte, mit Schwerpunkten auf:
- Standardisierten Untersuchungstechniken
- Differenzialdiagnostik bei Leistenschmerz
- Funktionellen Tests zur Beurteilung von Stabilität und Beweglichkeit
Präzise Diagnosen ermöglichen zielgerichtete Therapien und reduzieren das Risiko von Über- oder Fehlbehandlungen.
Behandlung von Fußdeformitäten
Dr. Müller thematisierte aktuelle diagnostische und therapeutische Konzepte bei Fußfehlstellungen.
Die vorgestellten Ansätze fördern eine verbesserte Bewegungsökonomie und Stabilität, unterstützen die Schmerzreduktion und tragen zur Wiederherstellung der nachhaltigen Belastbarkeit bei und fördern die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten.
Praxisorientiertes Lernen im sportlichen Umfeld
Neben den theoretischen Inhalten bot der Kurs vielfältige praktische Lerneinheiten unter Anleitung qualifizierter Sportlehrkräfte. Diese Kombination fördert das Verständnis sportartspezifischer Belastungen sowie präventiver und rehabilitativer Maßnahmen.
Fazit
Der Sportmedizin-Wochenkurs 2026 im Engadin überzeugte durch fachliche Tiefe, interdisziplinären Austausch und praxisnahe Inhalte. Besonders die Beiträge zu Hüft- und Fußdiagnostik sowie -therapie setzten wichtige Impulse für die sportmedizinische Arbeit in Klinik und Praxis. Das bereits veröffentlichte Programm des Sommerkurses 2026 weist auf eine ebenso inhaltsstarke Fortsetzung hin.
Mehr zum Sommerprogramm erfahren: https://www.sportmedizin-gardasee.de





