Patella-Instabilität behandeln: Vom Handballtrauma zur Knieoperation in der ATOS Klinik Heidelberg
Eine Patientin mit langjährigen Knieproblemen suchte das Internationale Zentrum für Orthopädie (IZO) der ATOS Klinik Heidelberg auf. Der Beitrag beschreibt den Behandlungsverlauf bei Patella-Instabilität, MPFL- Riss und Knorpelschäden.
Vom Handballtrauma bis zur Knieoperation
Die Patientin erlitt bereits als Kind zwei Patellaluxationen beim Handball, die ihre sportliche Laufbahn beendeten. Über Jahre folgten Schmerzen, Injektionen, Physiotherapie und mehrere Operationen. Ab 2023 verschlimmerten sich Symptome wie Schwellung, Belastungsschmerz und wiederholte Patellaluxationen. Nach zahlreichen Arztbesuchen erhielt die Patientin schließlich den Rat, sich an einen Kniespezialisten zu wenden.
Bei Prof. Dr. Siebold, Kniespezialist am Internationalen Zentrum für Orthopädie in der ATOS Klinik Heidelberg, erfolgte eine umfassende klinische Untersuchung mit Auswertung aktueller MRT-Bilder. Diagnose: Patella-Instabilität mit Riss des medialen patellofemoralen Ligaments (MPFL) und Knorpelschaden. Basierend darauf wurden Behandlungsoptionen besprochen.
Operative Behandlungsschritte – Zwischen November 2023 und November 2024 folgten drei operative
Eingriffe:
- Patellaalignment-Operation nach Elmslie mit dem Ziel der Stabilisierung der Kniescheibe
- MPFL-Refixation zur Verbesserung der Patellaführung
- Chondroplastik und Debridement der Patellasehne
Im Juni 2024 lösten sich Schrauben aus dem Knochen. Die Patientin erlebte mehrere Monate mit anhaltenden Beschwerden , Physiotherapie, Cortison und Schonung halfen zunächst nicht. Mit der individuell angepassten Therapie und einem letzten Eingriff zeigte sich bei der Patientin im weiteren Verlauf eine schrittweise Verbesserung der Belastbarkeit im Alltag, sodass auch leichte Freizeitaktivitäten wie Wanderungen wieder möglich waren.
Nachsorge und Ergebnisse.
Die Kontrolluntersuchung im Januar 2025 zeigte einen stabilen Befund mit freier Beweglichkeit. Die Behandlung umfasste sorgfältige Diagnostik, operative Versorgung und kontinuierliche Nachsorge durch das IZO-Team.
Expertise von Prof. Dr. Siebold am IZO
Prof. Dr. Siebold, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist auf Kniechirurgie spezialisiert. Seine Schwerpunkte sind Knorpeltransplantation, Meniskusersatz, Kreuzbandchirurgie, Patella-Operationen, Knieendoprothetik und nichtoperative Therapien wie PRP-Injektionen. Am Internationalen Zentrum für Orthopädie in der ATOS Klinik Heidelberg erhalten Patientinnen und Patienten individuelle Diagnostik, Therapieplanung und individuelle Betreuung nach aktuellen medizinischen Standards.
Der dargestellte Verlauf ist ein Einzelfall und nicht auf andere Patientinnen und Patienten übertragbar.
Weitere Informationen:
Was ist die Patella?
• Die Patella, auch Kniescheibe genannt, ist ein kleiner, flacher Knochen vorne am Knie.
• Sie schützt das Kniegelenk und sorgt dafür, dass die Sehnen des Oberschenkelmuskels effizient arbeiten.
Was ist eine Patellainstabilität mit MPFL-Riss?
• Das mediale patellofemorale Ligament (MPFL) stabilisiert die Kniescheibe.
• Bei einem Riss kann die Kniescheibe wiederholt aus der Gleitrinne „herausrutschen“ (Patellaluxation).
• Mögliche Folgen: Schmerzen, Schwellung, eingeschränkte Beweglichkeit, Unsicherheit beim Gehen
oder Sport.
Warum eine fachärztliche Untersuchung wichtig ist:
• Die Diagnostik entscheidet über die passende und individuelle Therapie – von gezieltem Training bis zur chirurgischen Rekonstruktion des MPFL.
Mehr über Prof. Dr. Siebold und seine Schwerpunkte erfahren Sie auf seinem Ärzteprofil





